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Das Harmonikamuseum

Der Beginn der Harmonikaindustrie im Klingenthaler Gebiet wird auf den Instrumentenhändler Johann Wilhelm Glier zurückgeführt, der 1829 von einer Geschäftsreise eine Mundharmonika nach Klingenthal brachte und diese in der väterlichen Werkstatt nachbauen ließ. Die Fertigung von Handzuginstrumenten kam in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts hinzu. Unzählige Mund- und Handharmonikas, Akkordeons unter klangvollen Markennamen wie „Royal Standard“, „Barcarole“, „Horch“, „Weltmeister“, „Galotta“, „Hutschelli“ verließen die Werkstätten in Klingenthal und Zwota und wurden in viele Länder der Welt exportiert. Die verschiedenen Ausführungen der Instrumente zeugen vom Ideenreichtum und handwerklichen Können der Hersteller.

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Die eindrucksvolle Sammlung von historischen und neuzeitlichen Handzuginstrumenten zeigt die Vielfalt dieser Instrumentengruppe, deren Klangerzeugung durch sogenannte selbsterregende durchschlagende Zungen aus Stahl oder Messing erfolgt.

Mit über 1000 Instrumenten verfügt das Zwotaer Museum über einen Fundus, der für Laien, Fachleute der Musikbranche und Wissenschaftler gleichermaßen von Interesse ist.

Unter den Exponaten befinden sich zahlreiche Mundharmonikas, diatonische Handharmonikas, Konzertinas aus dem 19. Jahrhundert, Instrumente der legendären Bandonionfabrik „Arnold“ aus Carlsfeld im Erzgebirge sowie Akkordeons in verschiedenen Ausführungen, unter anderen die Spitzenmodelle der ehemaligen Klingenthaler Harmonikawerke.

Viele Instrumente wurden in der Region hergestellt. Sie sind Zeitzeugen der wirtschaftlichen Entwicklung des Klingenthaler Gebietes.

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Neben Harmonikas und Akkordeons sind in einem weiteren Ausstellungsraum elektromechanische und elektronische Tasteninstrumente im Museum zu sehen. Diese Instrumente wurden ab Ende der 1950er Jahre bis 1990 im vogtländischen Musikwinkel gefertigt. Hersteller waren die Firmen Erhard Weidenmüller und die F.A. Böhm KG in Klingenthal, der VEB Blechblas- und Signalinstrumentenfabrik in Markneukirchen sowie der VEB Klingenthaler Harmonikawerke, Werk 7 in Schöneck.

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